Kieferfehlstellungen
Wenn Kiefer und Zähne aus der Reihe tanzen

Harmonische Gesichtsproportionen wirken attraktiv auf uns. Das Gesichtsprofil wird hauptsächlich vom Kiefer geprägt. Steht er in allen Ebenen in einer korrekten Position, befinden sich auch Ober- und Unterkiefer in optimaler Lage. Sichtbar wird dies durch einen geschlossenen Zahnbogen mit geraden Zähnen. Doch Fehlentwicklungen der knöchernen Strukturen können die Harmonie eines Gesichtes stark beeinträchtigen. Manchmal stehen Ober- und Unterkiefer zu weit vor oder zurück. Dadurch erscheint das Kinn zu lang oder zu kurz. Wenn der Oberkiefer nicht zum Unterkiefer passt, spricht man in der Medizin von einer Kieferfehlstellung (Dysgnathie).


So funktioniert das Kiefergelenk

Die Kiefergelenke bestehen aus einem Gelenkköpfchen, einer Gelenkgrube und einem Diskus, einer knorpeligen Zwischengelenkscheibe. Der Diskus ist fest mit dem Gelenkköpfchen verbunden. Die Kiefergelenke werden von einer Kapsel aus Bindegewebe umschlossen. Dadurch wird ihre Bewegung nach vorne begrenzt. Wenn man den Mund öffnet, gleitet das Gelenkköpfchen zusammen mit dem Diskus nach vorne und unten. Bei allen Bewegungen des Unterkiefers sind die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur aktiv.
Das Kiefergelenk ist das einzige Gelenk im Körper, das in allen drei Achsen und zusätzlich zur Seite beweglich ist sowie zudem als Paar fungiert. Linkes und rechtes Kiefergelenk sind über den Unterkiefer miteinander verbunden, das heißt, wenn sich der Oberkiefer bewegt, verändert auch der Unterkiefer zwangsweise seine Position und umgekehrt.

Schon geringste Abweichungen im Zahn- und Kieferbereich genügen, um die Stabilität dieses Gleichgewichts empfindlich zu stören. Steht etwa das Gelenkköpfchen an der falschen Stelle, kommt es zu einer Fehlbelastung des Kiefergelenks. Durch die Kieferfehlstellung greifen die Zahnreihen dann nicht optimal ineinander. Aber auch unpassender Zahnersatz kann zu einer ungleichmäßigen Verteilung der Beißkraft führen und die Kiefergelenke falsch belasten. Fehlstellungen des Kiefers sind häufig Ursache einer Reihe von funktionalen Störungen, wie etwa erschwertes Sprechen, Kauen und Schlucken sowie Beeinträchtigung der Nasenatmung.


Kieferfehlstellungen belasten die Gesamtgesundheit

Immer mehr Menschen leiden heute unter Kopf-, Gesichts- und Nackenschmerzen oder unter Ohrgeräuschen (Tinnitus). Doch nur selten werden diese Beschwerden in einen Zusammenhang mit einer Kieferfehlstellung gebracht. Sämtliche Muskeln, Gelenke und Knochen unseres Körpers bilden eine exakt ausbalancierte Funktionseinheit. Da die Muskeln unseres Kausystems in direkter Verbindung mit der Nacken- und Wirbelsäulenmuskulatur stehen, haben sie einen erheblichen Einfluss auf die gesamte Körperhaltung.

Wenn Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander treffen, macht sich das häufig auch in einer Überbeanspruchung der Muskulatur am Kopf, Hals und am Rücken mit Schmerzen und Verschleißerscheinungen bemerkbar - und zwar nicht oder nicht nur im Kiefergelenk, sondern auch an weiter entfernten Stellen im Körper, etwa an der Wirbelsäule, im Becken oder in den Kniegelenken. Es genügen kleinste Abweichungen im Zahn- und Kieferbereich, um gravierende Veränderungen in der Gesamtstatik des Körpers und unterschiedliche Beschwerden und Funktionsstörungen auszulösen. Selbst Verdauungsstörungen können auf eine Kieferfehlstellung hindeuten: Schlecht gekaute Nahrung wird schlechter verdaut. Dies kann zu einer Übersäuerung im Magen führen.


Dr. Tobias Wilck - Ihr Spezialist für die Behandlung von Kieferfehlstellungen

Mit Hilfe einer speziellen Untersuchung - der Funktionsanalyse - überprüft Dr. Wilck Ihre Kiefergelenke, Muskulatur, Zähne und Zahnhalteapparat, also das gesamte Kausystem, sowie die Halswirbelsäule. Insbesondere bei geplanten Zahnersatzmaßnahmen sollte der Biss vorher korrigiert werden, um spätere Korrekturen beim Zahnersatz zu vermeiden. Die Korrektur von Dysgnathien erfolgt immer in enger Abstimmung mit Ihrem Kieferorthopäden oder Zahnarzt.

Eine Schienentherapie schützt das Kiefergelenk und die Zähne vor zunehmender Belastung und lindert akute Schmerzzustände. Wenn diese Behandlung bei einer stark ausgeprägten Kieferfehlstellung nicht ausreicht, wird ein kieferchirurgischer Eingriff erforderlich, um Ober- und Unterkiefer in ihre optimale Position zu bringen. Als erfahrener Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg positioniert Dr. Wilck Ihren Ober- und Unterkiefer in die korrekte Stellung. Beide Kiefer können dabei sowohl nach vorne oder nach hinten verschoben, als auch in ihrer Höhe und Breite verändert werden. Kieferfunktion und Gesichtsprofil kommen so wieder in ein harmonisches Gleichgewicht. Mimik und Individualität, also all das, was Ihr Gesicht unverwechselbar macht, bleiben erhalten.